
Diabetes mellitus, im Volksmund Zuckerkrankheit geannt, ist nach den Fettstoffwechselstörungen die zweithäufigste Stoffwechselerkrankung. Übersetzt bedeutet Diabetes mellitus „honigsüßes Hindurchfließen“ (lat. mellitus: honigsüß, griech. diabet: hindurchfließen). Diabetiker haben zu viel Zucker im Blut, was man in der Antike anhand des Geschmackes des Urins der Patienten überprüfte - daher die Bezeichnung.
Die Ursache liegt meist in einem relativen oder absoluten Mangel des Hormons Insulin, welches die Bauchspeicheldrüse produziert und ausschüttet, um den Blutzuckerspiegel zu regulieren. Das heißt, die Insulinproduktion in der Bauchspeicheldrüse fällt bei Diabetes ganz oder teilweise aus. In anderen Fällen gibt die Bauchspeicheldrüse (Pankreas) auch zu viel Insulin ab, das jedoch wirkungslos bleibt (Insulinresistenz).
Es gibt zwei Formen von Diabetes: Typ 1 und Typ 2. Typ-1-Diabetiker, das sind fünf bis zehn Prozent aller Zuckerkranken, benötigen von Anfang an täglich Insulinspritzen. Diabetes Typ 1 kann auch Kinder, Jugendliche und sehr schlanke Personen betreffen.
Die anderen 90-95 Prozent gehören zu den Typ-2-Diabetikern, die meist mit einer Diät (abgestimmte Ernährung und/oder verbunden mit Gewichtsreduktion) und Medikamenten auskommen. Früher nannte man den Typ 2 auch "Altersdiabetes". Da einer der Hauptfaktoren, nämlich Übergewicht, heute jedoch nicht nur ältere Menschen, sondern durch gravierende Fehlernährung, oft bereits Kinder betrifft, ist man von dieser Bezeichnung abgekommen.
Insulin produziert unser Körper in der Bauchspeicheldrüse. Es ist lebensnotwendig für den Körper, wenn es darum geht, den Zucker (Glukose) zu verwerten, den wir mit der Nahrung aufnehmen. Hier setzt das Insulin u. a. als "Transportmittel" an, damit der Zucker dem Körper als Energiespender zur Verfügung gestellt werden kann.